Warum ist Brennwerttechnik so sparsam? Bei der Verbrennung von Erdgas verbindet sich sich der im Brennstoff enthaltene Wasserstoff mit dem Sauerstoff aus der Verbrennungsluft zu Wasserdampf. Dieser Wasserdampf enthält Wärmeenergie, die bei herkömmlichen Heizungsanlagen durch das heiße Abgas über den Kamin verloren geht.

Brennwertgeräte dagegen nutzten diese Energie, indem der Wasserdampf so weit abgekühlt wird, dass aus dem Wasserdampf wieder Wasser wird. Dieser Vorgang bezeichnet man auch als Kondensation. Zur Kühlung des Wasserdampfes nutzt man überlicherweise die Rücklauftemperatur des Heizungssystems.

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Damit dieser Effekt überhaupt funktionieren kann, muss die Temperatur des Rücklaufwassers unter 57°C liegen, denn erst unterhalb dieses Temperaturpunktes wird der Wasserdampf wieder zu Wasser. So erzielen Brennwertgeräte Wirkungsgrade von bis zu 110,2 %.

Wirkungsgrad über 100 %?
Ein Wirkungsgrad von 100% kann folgendermaßen erreicht werden:

Die in einem Brennstoff enthaltene Energie wird einem Heizsystem ohne Verluste in Form von Wärmeenergie zugeführt. Ein kleines Rechenbeispiel verdeutlicht Wirkungsgrade von über 100 % bei Brennwertgeräten:
Bei Erdgas gehen maximal 11 % der Energie verloren, wenn man die Energie im Wasserdampf nicht nutzt. Anders herum können maximal zusätzlich 11 % der Energie genutzt werden, wenn man die im Wasserdampf gebundene Wärme nutzt. Mit anderen Worten, zusätzlich zu den 100 % an maximal umsetzbarer Energie wird auch die Wärmeenergie aus dem Wasserdampf genutzt.

Wirkungsgrad = 100 % + 11 % Wärmeenergie aus Wasserdampf